Aufbau des Jugendtreffs in Eberstadt-Süd

Nach fünfmonatiger Bauzeit wird der "Informelle Jugendtreff" auf dem Bärbel-Six-Platz von Jugendlichen aus Eberstadt Süd aufgebaut. Finanziert im Rahmen der "Sozialen Stadt" und mit Mitteln des EU - Förderprogramms "Stärken vor Ort" konnte der Wunsch der Jugendlichen nach einem neuen Treffpunkt erfüllt werden.

Seit vielen Jahren ist es erklärtes Ziel im Stadtteil, einen adressatengerechten offenen Jugendtreffpunkt zu etablieren. Durch die AG 'Kinder und Jugend' wurden die Jugendlichen des Stadtteils im Jahr 2006 zu ihren bevorzugten Aufenthaltsorten befragt. Im Ergebnis wurde ein Standort in der Quartiersmitte mit unmittelbarem Bezug zu einer Sport- und Spielanlage ausgewählt. Die in Zusammenarbeit mit der AG 'Kinder und Jugend' entwickelte Planung des Jugendtreffpunktes sieht einen überdachten und teilweise seitlich geschlossenen Treff vor, der Platz für mehrere Jugendliche bietet. Sitzmöglichkeiten und ein Tisch laden zum Verweilen ein.
Die bauliche Realisierung des Jugendtreffpunktes erfolgte im Kontext eines Qualifizierungs- und Beschäftigungsprojektes mit Jugendlichen des Stadtteils unter Leitung des Werkhofs Darmstadt e.V. in der Jugendwerkstatt Grenzallee.
Mehr als zehn Jugendliche aus Eberstadt Süd haben den Jugendtreff unter Anleitung des Werkhofes und nach Plänen des Architektur- und Planungsbüros Freischlad + Holz gebaut. Viele von ihnen hatten weder Schulabschluss noch große Hoffnung auf Vermittlung in Ausbildung. Seit Oktober 2010 feilten, sägten, bohrten und schweißten die Jugendlichen. Sie qualifizierten sich für Praktika und Ausbildung im Metallbereich. Einige von ihnen wurden bereits erfolgreich in Ausbildungsbetriebe vermittelt.
Die Jugendlichen aus dem Stadtteil wurden auch bei den Baumaßnahmen beteiligt, um präventiv gegen Vandalismus und Gewalt vorzugehen.
Die Jugendlichen übernehmen damit Verantwortung für die Gestaltung ihres Stadtteils und dienen Anderen als Vorbild.
Dies ist ein Beteiligungsansatz, der durch die Verantwortlichen der Sozialen Stadt, insbesondere durch den Jugend- und Sozialdezernenten Jochen Partsch, getragen wird.